Die HQL-Lampe ist tot, es lebe die LED

11.06.15 | ELEKTRONIKPRAXIS | Redakteur: Hendrik Härter

Bisherige industrielle Hallenbeleuchtungen bestanden oftmals aus HQL-Dampflampen, die allerdings weniger effizient waren. Nach dem EU-weiten Verbot kann die LED eine Alternative bieten. Seit dem 1. April 2015 dürfen die wenig energieeffizienten und quecksilberhaltigen HQL-Lampen in der EU nicht mehr verkauft werden.

Die konventionelle Quecksilberdampflampe, welche schon im Jahr 1892 vom Berliner Physiker Leo Arons konstruiert wurden, hat damit endgültig ausgedampft: Nachdem sie jahrzehntelang Hallen, Plätze und Straßen ausgeleuchtet hat, kann ihre Energie- und Ökobilanz nicht mehr mit den heutigen Ansprüchen mithalten.

Der Grund ist einfach: Ihr Stromverbrauch ist im Verhältnis zur Lichtausbeute zu hoch, das enthaltene Schwermetall ist umweltschädlich und schwer zu recyceln. Gleich mehrere Faktoren, die EuP-Richtlinie, die RoHS-Richtlinie sowie die WEEE-Richtlinie, führten zum EU-weiten Verkaufsverbot. Insgesamt waren in Deutschland bis zu 3 Millionen der HQL-Lampen im Einsatz. Experten schätzen, dass die Mehrzahl der bisherigen HQL-Anwender noch nicht auf neue Lösungen umgestiegen ist. Dabei vereinen Alternativen wie LED-Leuchten gleich mehrere Vorteile in sich: einen niedrigen Energieverbrauch, Betriebssicherheit und eine Lebensdauer von 50.000 Stunden und mehr.

Kein Ersatz für HQL-Lampen Bisherige Anwender werden spätestens beim nächsten HQL-Ausfall feststellen: Ersatz gibt es nicht mehr, es wird der Umstieg auf ein komplett neues Beleuchtungssystem notwendig. Das ist der Grund, warum die Anwender aus der Industrie, Gewerbe und Logistik sich spätestens jetzt mit energieeffizienten Lichtlösungen beschäftigen müssen. Daher ist es sinnvoll, proaktiv zu handeln und eine Beratung durch Hersteller und Handwerk zu nutzen.

Es ist zwar ein Komplettaustausch der Beleuchtung notwendig, doch verschiedene Anbieter sind mit ganz unterschiedlichen Lösungen am Markt. So bietet InnoGreen einen Hallentiefstrahler, der nach eigener Aussage die Installation erleichtert. Das Modell mit dem Namen CORE ist für industrielle Umgebungen mit höheren Deckenmaßen konzipiert.

Verschiedene Abstrahlwinkel der LED-Leuchte Für verschiedene Anwendungsbereiche stehen Leistungen von 50 bis 400 W zur Verfügung und alle Hallentiefstrahler entsprechen der Schutzart IP 65. Beim Abstrahlwinkel stehen je nach Anforderung verschiedene Lösungen zur Wahl: Ein Lampenreflektor aus Polycarbonat mit einem Abstrahlwinkel von 45° sowie ein Lampenreflektor aus Aluminium mit Abstrahlwinkeln von 45° bzw. 120°.

Neben der besseren Energieeffizienz ist auch zukünftig die Ansteuerung der LEDBeleuchtung von großer Bedeutung. Die Leuchten sind über eine 0-10V-Schnittstelle helligkeitssteuerbar und lassen sich über einem zusätzlichen DALI-Konverter auch in DALI-Systemen einsetzen und regeln.

Als Kühlkörper verwendet der Hersteller Kupfer und Aluminium. Die LED-Leuchte emittiert Licht mit einer Farbtemperatur in neutralweiß und die Lebensdauer ist mit über 50.000 Stunden angegeben. Auch bei der Finanzierung unterstützt der Anbieter unter anderem Leasing- oder auch Contracting-Lösungen.

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